Kultur

 

 

26. Maishofner Sommer

1976 bis 2001

 

Kulturtage in einer kleinen Pinzgauer Gemeinde

 

 

Entstehung – Ziele – Organisation

Bürgermeister Hans Brunner trat im Jahre 1976 an den Kulturreferenten Josef Lenz mit der Bitte heran, für unsere Gemeinde einen kulturellen Anreiz zu geben. Ein Kulturkreis wurde gegründet, deren Mitglieder ehrenamtlich arbeiten.

Der Maishofner Kulturkreis ist ein eingetragener Verein mit Statuten und arbeitet als Team.

 

Erstellung des Programmes – inhaltliche Schwerpunkte

Der Kulturkreis wählte in den ersten Jahren hauptsächlich aus dem Programmangebot der Szene der Jugend Salzburg unter der Leitung von Alfred Winter aus. In den folgenden Jahren erweiterte sich die Programmpalette, da auch andere (Salzburger Straßentheater, Salzburger Festspiele, ORF usw.) von unserer Aktivität gehört hatten und an einer Beteiligung interessiert waren und sind. Waren es in den ersten Jahren drei bis vier Veranstaltungen, die in der vorletzten Juliwoche angeboten wurden, so erhöhte sich ab dem Jahre 1978 die Zahl der Veranstaltungen auf zirka acht, und die Zeitspanne erweiterte sich von Anfang Juni bis Mitte August.

Ab dem Jahre 1979 wurden die Kulturtage mit einer Ausstellung eröffnet. Die zwei inhaltlichen Schwerpunkte des Maishofner Sommers sind einerseits das Schauspiel, andererseits die Musik in vielfältiger Form.

 

In Maishofen gastierten

Engagierte Laienbühnen:

Salzburger Zimmertheater (Karl Valentins Tingel Tangel), Thespis Theater Stecknadel (Nikoljai »Es war nicht die Fünfte, es war die Neunte«), Freilichtspiele Thalgau (s’Nullerl), Theaterwerkstatt Großgmain (Der Geizhals), Spielgruppe der Hauptschule (Nestroy »Die schlimmen Buben«), Salzburger Spielgruppe »Apple Stars« (E. Kishon »Der Trauschein«, Lanoux (»Der Büchsenöffner«), Kleines Theater Langenzersdorf (3 Einakter von Curt Goetz), Theatergruppe m2-Neukirchen, Antheringer Laienbühne, Theatro 3 mit »Yvonne«.

 

Professionelle Schauspieler, Schaulspielergruppen und Autoren:

Karl Merkatz (Der Gaulschreck im Rosennetz), Herbert Lederer (Meier Helmbrecht), Pupo Drom (das jetzt weltberühmte Serapionstheater), Herwig Seeböck und Erika Mottl (Karl Valentin), Pupi e Fresedde mit einer italienischen Comedia dell’Arte, Il Teatro dell’Archivolto, Lyserg Theater Salzburg, Kleines Theater Salzburg, Frank Gary und Peter v. Sabranski, Günther Schatzdorfer, Manfred Koch, Milo Dor, Aktionstheater Dornbirn (Lysistrata), Eberhard Haidegger, H. C. Artmann, Gottfried Breitfuß. Das Salzburger Straßentheater ist seit 1978 ein fixer Bestandteil unseres Programmes geworden.

 

Die Pantomime und das Kabarett wurde uns allmählich ein besonderes Anliegen, und wir konnten bereits ausgezeichnete Künstler bei uns begrüßen:

Annie Stainer aus Schottland, Franz Josef Bogner, Goetz Kaufmann, Walter Bartousek, Giftzwerge, Rude Klaffenböck, Gerhard Sexl, Otto Grünmandl, Affront-Theater, verschiedene Preisträger des »Salzburger Stier«.

Die meisten Veranstaltungen finden in der Aula der Hauptschule statt. Für die kammermusikalischen Abende stehen uns zwei besonders geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung: Schloß Kammer und die Prielaukirche.

Großveranstaltungen fanden in der dafür bestens geeigneten Arena der Versteigerungshalle »AmViehTheater« statt:

Ein Konzert der »Junior Philharmonic Orchestra of Tokyo«, des Ochanomizu Orchestra Tokyo, der »Original Tiroler Kaiserjäger«, die Comedia dell’Arte »Plauto in Farsa«, ein Konzert des Mozarteum Orchesters, das Tanz- und Bewegungstheater mit »Blausee«, Konzerte des New English Orchestra und Dunamic Music England und einer der Höhepunkte in unserer Chronik »L’Histoire du Soldat« von Igor Strawinsky – die Salzburger Festspiele in Maishofen!

 

Finanzierung

Kultur ist auch auf dem Lande nicht billig. Nur 20 Prozent der Kosten können durch Eintritte gedeckt werden. Dank der Förderungen durch die Gemeinde Maishofen, das Land Salzburg, den Fremdenverkehrsverband Maishofen, die Sponsoren und die Mitglieder des Culturkreises, konnten wir unseren Verpflichtungen immer nachkommen.

 

Interesse der Bevölkerung

Obwohl wir eine kleine Gemeinde sind, können wir mit dem Interesse sehr zufrieden sein. Bei Theaterveranstaltungen haben wir Besucherzahlen zwischen 70 und 200, bei Kammerkonzerten zwischen 100 und 150, bei Großveranstaltungen zwischen 300 und 800.

 

Das Engagement für Kultur in einem Dorf ist deshalb so lohnend, weil Kultur ein wichtiger Beitrag für die Dorferneuerung ist und den Organisatoren neben der Mühe auch viel Freude bringt.

 

Sehen Sie in unserer Galerie einen kleinen Querschnitt der letzten 25 Jahre »Maishofner Sommer«.

 

 

1976 - Gründung

1976 - 1. Programmheft

 

Quelle: www.culturkreis.maishofen.at

Museen

Heimatmuseum Vogt- oder Kastnerturm
In den Mauern des Vogt- oder Kastnerturm befindet heute das Heimatmuseum. Er ist bereits über 1000 Jahre alt und diente einst als Schutz- und Wachturm. Später wechselten die Besitzer sehr oft. Die Familie Kastner hatte den Turm über 150 Jahre in ihrem Besitz. In den vier Stockwerken findet der Besucher noch Spuren aus der Zeit der Vögte und der späteren Bewohner. Im Vogtsaal, in der vierten Etage, werden öfter Sonderausstellungen organisiert. Neben dem Kunstgenuß bietet sich dem Besucher als weitere Belohnung für den Aufstieg ein fantastischer Ausblick.

Geöffnet Montag - Freitag von 14.00 - 18.00 Uhr
Tel. +43/664/4626253
 
Heimatmuseum Kaprun
Das Heimatmuseum Kaprun befindet sich in der sogenannten Machlhütte im Hohenwarterpark. Ausgestellt werden Exponate und Darstellungen aus der Frühgeschichte von Kaprun und Umgebung, alpines Rettungswesen, Krippen und Masken sowie bäuerlicher Hausrat. Der Bergtourismus und die Kraftwerksanlagen Kaprun sind ebenfalls Themen der Ausstellung.

Geöffnet Dienstag und Freitag 17.00 - 18.00 Uhr
Tel. +43/6547/8643
Eintritt frei
 
Das Rathaus - Galerie Schloss Rosenberg
Das Schloß Rosenberg, seit 1973 das Zeller Rathaus, war in der Bergbauzeit der Sitz der Gewerken Karl und Hans Rosenberger, die das Schloß um 1583 fertigstellten. Der Bergsegen dauerte nicht ewig, und das Schloß hatte später viele Besitzer. Die Stadt kaufte 1970 das Schloß Rosenberg unter ihrem Bürgermeister Latini und renovierte es in den folgenden drei Jahren. Heute befindet sich im Untergeschoß des Schloß Rosenberg die Galerie.

Geöffnet Dienstag - Freitag von 16.00 - 18.00 Uhr
oder nach Vereinbarung Tel. +43/6542/72665
Eintritt frei
 
RHE Kunst- & Antiquitäten Galerie
Roman und Elisabeth Hollaus

Geöffnet Montag - Freitag von 9.00 - 12.00 Uhr und 15.00 - 18.00 Uhr, Samstag 9.00 - 12.00 Uhr
Tel.: +43/6542/73880
Eintritt frei
 
Vötters Fahrzeugmuseum Kaprun
Helmut Vötter

Geöffnet Sonntag - Freitag von 8.00 - 18.00 Uhr, Terminvereinbarung möglich
Tel.: +43/6547/71340

Ausstellungsfläche ca. 1000 m²
Exponate : Autos, Motorräder, Fahrräder der 50iger - 70iger Jahre, ca. 145 Stück
Eine besondere Attraktion stellt sicherlich das "Zeiserl" dar, das größte Cabriolet der Welt

Eintrittspreise:
Euro 5,10 pro Person für Erwachsene
Euro 4,75 pro Person mit GÄSTEKARTE (Ermäßigung auf ÖAMTC u. ARBÖ Clubkarten)
Euro 10,90 FAMILIENKARTE (2 Erwachsene u. Kinder)
Euro 2,55 KINDERTARIF (Kinder bis 6 Jahre GRATIS!)